← Blog · 26. Juni 2026
Wie du mit deinem Kind über Geld redest — altersgerecht und ohne Druck
von Felix Kropp
Warum das wichtiger ist als der Betrag
Du kannst deinem Kind nicht alle Antworten in einem Sparkonto vererben. Aber du kannst ihm das Verständnis mitgeben — wie Geld entsteht, wie es vergeht, wie es über die Zeit wächst. Wer das früh begreift, trifft sein Leben lang bessere Entscheidungen.
Kindergarten- und Grundschulalter
Konkret und anfassbar. Geh mit deinem Kind einkaufen und vergleicht zwei Produkte. Lass es die Münzen zählen. Erkläre: „Das Geld haben Mama oder Papa für ihre Arbeit bekommen." Mehr nicht. Es geht ums Gefühl, nicht um Theorie.
8 bis 12 Jahre
Jetzt darf es ein eigenes Konto sein — und ein eigener kleiner Beitrag, der weggespart wird. Wichtiger als die Summe: Zeig deinem Kind den Kontostand alle paar Monate. Es soll sehen, dass etwas wächst. Wenn du den Rechner gemeinsam ausprobierst, ist das ein guter Anlass — „schau, was über die Jahre möglich ist".
Teenager-Zeit
Jetzt geht es um echte Entscheidungen: Soll ich das ganze Taschengeld für Sneaker ausgeben oder etwas zurücklegen? Sag nicht „spar mehr". Frag „was möchtest du in zwei Jahren haben?" — und mach die Zahlen sichtbar. Teenager hassen Belehrung. Sie lieben Klarheit.
Drei Regeln, die immer funktionieren
- Sei ehrlich, wenn Geld knapp ist. Kinder spüren das ohnehin.
- Redet beim Essen über Geld, nicht beim Streit. Das senkt die Angst.
- Lass dein Kind eigene kleine Fehler machen. Ein verlorener Zehner ist die billigste Lektion seines Lebens.
Das Wertvollste, das du weitergibst, sind nicht ein paar Euro im Monat. Es ist die Fähigkeit, mit Geld klarzukommen.
Unverbindliche Information, keine Anlageberatung. Stand der Frühstart-Rente-Eckpunkte 12/2025.